Schwarz raus - Blau rein


Eigentlich bin ich immer etwas skeptisch, wenn ich höre, dass ausgerechnet eine englische Werbeagentur Vorschläge macht, um das Image Deutschlands zu verbessern.
Im Falle der Eliminierung der Farbe Schwarz aus unserer Nationalflagge zugunsten des Europa-Blau habe ich meine Bedenken spätestens zu dem Zeitpunkt überwunden, als meine Hauspostille, die früher einmal konservativ war und die christliche Kultur in der Unterzeile ihres rheinischen Titels führte - beides hat sie erfolgreich beseitigt- diesen Vorschlag übernahm und ihre Leser aufforderte, ihre Stellungnahme in die Post, die rheinische sozusagen, zu geben.
Endgültig beruhigt war ich aber eigentlich erst, als der bedeutende Publizist Wolfgang Herles, bekannt durch Funk und Fernsehen, den Gedanken aufgenommen und interpretiert hatte. Und da er das, worum es geht, so schön zu formulieren wusste, will ich ihn einfach zitieren:

„Wenn aber Thyssen und Krupp fusionieren, brauchen sie ein neues Markenzeichen. Das gilt auch für Deutschland in Europa.......Mehr als jemals zuvor kommt es darauf an, weltweit erfolgreich für Deutschland zu werben. Die Welt soll in Deutschland investieren, Produkte aus Deutschland kaufen und in Deutschland Urlaub machen....Goethe, Beethoven und Bismarck reichen nicht für ein erfolgsträchtiges Image. Deutschland ist lebendiger, jünger, vielfältiger als alle seine Traditionen. Wenn es jetzt seine Fahne ändern würde, könnte jeder ein Signal des Wandels im Wind flattern sehen."

Das ist die richtige Haltung!
Dafür übertünche ich natürlich diese angestaubten Farben , die ja nur den Kampf für die Demokratie im vorigen Jahrhundert symbolisieren!
Allerdings frage ich mich, was wir mit dem Kommunistenrot und dem Neidgelb in unserer Flagge symbolisieren wollen. Würde ein einfaches Weiß nicht viel besser die Unschuld unserer Herzen, die Schlichtheit unseres Verstandes und die Sauberkeit unserer Bettwäsche symbolisieren?

 

 

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