Nachtmahre

für Meret Becker

Wenn die bösen Weiber Rasend brechen durch die Nacht, Ist die arme Meret leider Um den Fliedertraum gebracht. Wenn das pelzige Tier Sich verbeißt in deiner Kehle, Dann suchst du vergebens hier Ruhe für die blanke Seele. Dann stürz ich, der Ritter, in dein Haus. Ring die zotteligen Alten nieder, Reiß sie aus der Brust heraus. Nun umarmt der sanfte Traum unsre Meret wieder. Da wir schon im Hause wachen, Bewahrn wir auch das kleine Kind, Damit sein fröhlich-helles Lachen Nachklang in den Träumen find. Copyright bei W.Lux - Photo von Sibylle Bergemann/Ostkreuz